Mittwoch | 16.05.12 | 19:54 Uhr
Brand - Ödland / Wiese
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Die auf dieser Seite aufgelistete(n) Ausrüstung / Geräte, sind lediglich ein kleiner Teil der in der Feuerwehr vorhandenen Technik. Wir behandeln hier lediglich die Ausrüstung / Geräte, die in unserer Wache vorhanden sind und regelmäßig zum Einsatz kommen.
Saugelängen, Saugkorb, Saugschutzkorb und Schwimmblase sind Gerätschaften die man für die Wasserentnahme aus offenen Gewässern benötigt. Für die Wasserentnahme aus Löschwasserteichen mit fest installierten Saugrohr oder Zisternen braucht man jedoch lediglich die Saugelängen.
Saugelängen sind im Gegensatz zu Druckschläuchen formstabil, damit sie sich nicht durch den beim Saugvorgang auftretenden Unterdruck zusammenziehen. Sie werden an den Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe (Fahrzeug oder Tragkraftspritze) angeschlossen und mit angekuppeltem Saugkorb, Saugschutzkorb und der Schwimmblase zu Wasser gelassen.
Der Saugkorb erfüllt hierbei zwei Aufgaben: Zum einen verhindert er einen Eintritt von groben Verunreinigungen in den Förderstrom der Pumpe, zum anderen ein Abreißen der Wassersäule in der Saugleitung bei Unterbrechung des Pumpvorgangs. Er stellt somit sicher, dass die Saugleitung ständig mit Wasser gefüllt ist. Der Saugschutzkorb wird über den Saugkorb am Ende der Saugschlauchleitung gestülpt und schütz so zusätzlich vor feinem Sand und störenden Kleinteilen.
Die Schwimmblase wird am Saugkorb befestigt und verhindert das der Saugkorb und der Saugschutzkorb den Grund des Gewässers berührt und so Schmutz aufnimmt.
Standrohr und Hydrantenschlüssel sind Gerätschaften die man für die Wasserentnahme aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz benötigt.
Das Standrohr (links) und der Unterflurhydrantenschlüssel (rechts) wird für die Wasserentnahme aus Unterflurhydranten benötigt. Die Unterflurhydranten befinden sich unterhalb einer Hydrantenkappe, die plan in die Straße eingebaut wird. Der Deckel der Hydrantenkappe wird mit dem Unterflurhydrantenschlüssel ausgehoben und zur Seite geschwenkt, wodurch der Hydrantenfuß zugänglich wird. Das Standrohr kann nun festgeschraubt werden. Am oberen Ende des Standrohres befinden sich zwei Niederschraubventile mit zwei Festkupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B.
Überflurhydrantenschlüssel (mittig in rot) werden für die Wasserentnahme aus Überflurhydranten benötigt. Ein Überflurhydrant ist überirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit genormten Kupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B oder C. Dies ist auch abhängig vom Durchmesser der Zuleitung.
(Druck)Schläuche sind ein wesentlicher Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehr und haben die Aufgabe, das Löschmittel Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische über Wegstrecken zu fördern. Druckschläuche sind im Gegensatz zu Saugelängen nicht formstabil und würden sich daher durch den beim Saugvorgang auftretenden Unterdruck zusammenziehen. Sie werden vorwiegend bei der Brandbekämpfung verwendet, bei der mit entsprechend gewählten Strahlrohren Löschmittel abgegeben werden kann. Sie können aber auch zum Fördern etwa von Schmutzwasser im Hochwassereinsatz o.ä. genutzt werden.
Druckschläuche bestehen heute aus Kunstfasergewebe (Polyester) und sind innen gummiert. Sie haben im Allgemeinen eine flexible Form, das heißt sie lassen sich flach zusammenfalten, wenn sie nicht unter Druck stehen. Dies hat den Vorteil, dass sie sich platzsparend transportieren lassen. Der übliche Betriebsdruck liegt zwischen fünf und zehn bar.
Es gibt genormte Druckschläuche in den Größen A (sehr untypisch), B, C und D. Die verschiedenen Größen unterscheiden sich hinsichtlich Durchmesser und Länge, wobei es für B, C und D Druckschläuche entsprechende Strahlrohre gibt. Druckschläuche haben an beiden Enden Knaggenkupplungen und können so miteinander, mit Strahlrohren, Verteilern oder Pumpen verbunden werden. Mittels Übergangsstücken kann man gegebenenfalls die Verschiedenen Größen miteinander kombinieren (z.B.: ein C-Schlauch am B-Abgang eines Verteilers).
Verteiler werden zum Verteilen des Löschmittels von einer Zuleitung auf mehrere Schlauchleitungen genutzt. Es gibt B-CBC-Verteiler, C-DCD-Verteiler und 2xB-CBC Verteiler, wobei der B-CBC-Verteiler deutlich häufiger verwendet wird.
Verteiler bestehen aus einem Gehäuse mit 4 Festkupplungen und drei Absperrorganen in Form von Niederschraubventilen. Am Gehäuse eines B-Verteilers ist am Eingang und dem gegenüberliegenden Abgang jeweils eine B-Festkupplung, sowie an den beiden seitlichen Abgängen jeweils eine C-Festkupplung angebracht. Somit ist es möglich den Löschmittelstrom aus einer B-Leitung auf 2 C-Leitungen und 1 B-Leitung, oder mittels eines BC-Übergangsstück auf 3 C-Leitungen zu verteilen. Der Aufbau eines C-DCD-Verteilers ist analog.
Um an der Einsatzstelle jederzeit einen Überblick über die angeschlossenen Leitungen zu haben, gibt es eine festgelegte Reihenfolge für das Anschließen von Leitungen an den Verteiler (alle Angaben in Richtung des Wasserstroms):
Übrigens lässt sich aus dem Verteiler durch Einkuppeln des Stützkrümmers und einem B-Rohr ein Wasserwerfer bauen. Zur Stabilisierung wird ein C-Schlauch zwischen beide C-Abgänge gekuppelt und geflutet. Das bewegliche Knaggenteil des Stützkrümmers ermöglicht ein gewisses Ausrichten des Strahlrohres.
Strahlrohre sind spezielle Armaturen der Feuerwehr zur Löschmittelabgabe. Man unterscheidet hierbei in Mehrzweckstrahlrohre, Hohlstrahlrohre, Schaumstrahlrohre (werden extra behandelt) und Sonderstrahlrohre (nicht aufgeführt).
Während C- und D-Strahlrohre von einem Trupp alleine gehalten werden können, entsteht bei B-Strahlrohren eine so starke Rückdruckkraft, dass diese üblicherweise zusammen mit einem Stützkrümmer eingesetzt werden, welcher ca. 30% der Kraft über den Schlauch zum Boden ableitet. Ohne Stützkrümmer oder bei unsicherem Stand müssen drei Feuerwehrleute das B-Rohr halten.
Mehrzweckstrahlrohre gibt es entsprechend dem jeweiligen Feuerwehrschlauch an den sie gekuppelt werden können, in den Größen B, C und D. B ist dabei das größte Rohr. Mehrzweckstrahlrohre der Größe A existieren nicht.
Bei Mehrzweckstrahlrohren kann man mittels eines Absperrorgans (kleiner Hebel) zwischen Vollstrahl, Sprühstrahl oder Halt wählen. Eine Veränderung der Wassermenge kann lediglich durch abschrauben des Mundstücks geändert werden, wozu jedoch die Wasserabgabe unterbrochen werden muss.
Bei Hohlstrahlrohren wird das Wasser durch eine ringförmige Düse geleitet, so dass ein hohler Wasserstrahl entsteht, der jedoch durch bestimmte Techniken wie einem festen oder rotierenden Zahnkranz mit Tropfen gefüllt werden kann, was eine bessere Wasserverteilung und somit auch eine wirkungsvollere Rauchgaskühlung zulässt. Ein Vollstrahl aus einer solchen Ringstrahldüse ist stabiler (geringeres Ausregnen) als ein herkömmlicher Vollstrahl und erreicht eine höhere Wurfweite. Es kann damit außerdem stufenlos ein Sprühkegel von teilweise bis über 120 Grad erreicht werden. Meistens kann außerdem noch der Durchfluss des Hohlstrahlrohrs geregelt werden, wozu die Wasserabgabe hierbei nicht unterbrochen werden muss. Es gibt sie in den Größen B und C.
Durch die vielseitige Regulierbarkeit des Hohlstrahlrohres wird ein sehr wassersparender Löschangriff ermöglicht. Des Weiteren kann mit Hohlstrahlrohren die gefürchtete Rauchgasdurchzündung (Flash-Over) verhindert und somit der Selbstschutz deutlich verbessert werden. Sie gelten daher als Ideal zur Flash-Over-Bekämpfung.
Schaum (besser gesagt Löschschaum) wird meist als Löschmittel zur Bekämpfung von Bränden der Brandklassen A (Feststoffe) oder B (Flüssigkeiten) eingesetzt. Er besteht größtenteils aus Luft, sowie Wasser und einem Schaummittel. Löschschäume werden primär nach ihrer Verschäumungszahl in drei Kategorien eingeteilt: Schwerschaum, Mittelschaum und Leichtschaum. Als Verschäumungszahl versteht man das Verhältnis zwischen dem Volumen des fertigen Schaums und dem Volumen des ursprünglichen Wasser-Schaummittel-Gemisches. Die Verschäumungszahl hängt vom verwendeten Schaumstrahlrohr ab und kann nicht verändert werden.
Ein Wasser-Schaummittel-Gemisch kann auch unverschäumt eingesetzt werden, um eine bessere Benetzung bei Feststoffbränden zu erreichen. Das Schaummittel wird dafür niedriger dosiert als zur Verwendung als Schaum, man spricht dann von Netzwasser.
Schaumstrahlrohre sind speziell zur Herstellung von Löschschaum konzipierte Strahlrohre und gehören damit zu den wasserführenden Armaturen der Feuerwehr. Sie werden grundsätzlich in 2 Typen unterschieden: Schwer- und Mittelschaumstrahlrohre. Zusätzlich gibt es auch Kombischaumstrahlrohre, die beide Varianten in sich vereinigen, indem das Schwerschaumstrahlrohr im Mittelschaumstrahlrohr angebracht ist. Über einen Hebel wird zwischen beiden Funktionen umgeschaltet. Während mit Schaumstrahlrohren nur Mittel- und Schwerschaum produziert werden kann, benötigt man zur Herstellung von Leichtschaum Leichtschaumgeneratoren.
Wie man der Überschrift entnehmen kann, verfügt die Feuerwehr Gallun über ein Kombischaumrohr S4 - M4. Die 4 steht hierbei für die Durchflussmenge von 400l/min. Passend dazu besitzt die Feuerwehr Gallun einen Z4 Zumischer. Ein Zumischer ist eine Armatur, die zum Erzeugen von Löschschaum verwendet wird. Der Zumischer saugt dabei das Schaummittel an und vermischt es in einem bestimmten Verhältnis mit dem Löschwasser.
Steffen zu: Kreispokallauf 2012
Björn Dahlke zu: Kreispokallauf 2012
Steffen zu: Unser Osterfeuer 2012
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