Sonntag | 19.05.13 | 14:49 Uhr
VU mit verl. Person
Verhalten im Brandfall
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Die auf dieser Seite aufgelistete(n) Ausrüstung / Geräte sind lediglich ein kleiner Teil der in der Feuerwehr vorhandenen Technik. Wir behandeln hier lediglich die Ausrüstung / Geräte, die in unserer Wache vorhanden sind und regelmäßig zum Einsatz kommen.
Das Aggregat für Hydraulische Rettungsgeräte ist eine Elektromotorpumpe der WEBER-HYDRAULIK GmbH (Typ E 50-T + SAH 20). Es erzeugt einen Druck von bis zu 630 bar und treibt hiermit die Hydraulischen Rettungsgeräte (Spreizer, Rettungsschere, Rettungszylinder, usw.) an.
Das Aggregat ist transportabel und verfügt über 2 angebaute Schnellangriffshaspeln für 2 x 20m Höchstdruckschlauchpaare mit Single-Kupplungen für wechselseitigen Betrieb mit Turbo-Funktion oder gleichzeitigem Betrieb von 2 Geräten. Beide Haspeln sind unabhängig voneinander, auch unter Druck, abziehbar. Auf diese Weise können auch während des Betriebes andere Hydraulische Rettungsgeräte angeschlossen und bedient werden.
Auf dem Aggregat liegen der Spreizer und die Rettungsschere. Diese sind immer angeschlossen und können sofort in Betrieb genommen werden. Das Aggregat ist auf einer Schwenkvorrichtung im Fahrzeug verlastet, wodurch eine Entnahme erleichtert wird. Es kann aber auch direkt am Fahrzeug in Betrieb genommen werden. Hierzu ist es permanent mit einem Stromkabel angeschlossen.
Ein Spreizer dient zum Auseinanderspreizen, beispielsweise von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Er kann allerdings auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden.
Durch die multifunktional gestalteten Spreizerbacken - sie bestehen aus gesenkgeschmiedetem und gehärtetem, scharfkantigem Stahl - ist es auch möglich in kleinste Spalten zu kommen bzw. Blech zu schälen. Mittels eines Kettensatzes kann mit dem Spreizer auch gezogen werden, um beispielsweise zum Befreien von Verletzten die Lenksäule eines PKW wegzuziehen. Hierfür kommen heutzutage jedoch meist Rettungszylinder zum Einsatz und der gesamte Motorraum wird nach vorne weggeklappt.
Der Spreizer SP 49 wiegt 19,9 kg, hat einen maximalen Spreizweg von 710 mm, eine Spreizkraft von bis zu 330 kN und eine Schließkraft von bis zu 110 kN.
Das Schneidgerät (umgangssprachlich meist Rettungsschere genannt) dient in erster Linie zum Durchtrennen von Materialien bei einem Verkehrsunfall, beispielsweise zum Abtrennen des Autodaches.
Bei dieser Rettungsschere besonders hervorzuheben sind die Messereinsätze aus Speziallegierung zum Schneiden von vergüteten und gehärteten Fahrzeugteilen. Diese können bei eventueller Beschädigung oder Abnutzung einfach ausgetauscht werden.
Die Rettungsschere RSX 200-107 Plus wiegt 20,9 kg, hat eine maximale Öffnungsweite von 200 mm, eine maximale Schneidkraft von 107 t und kann Rundmaterial mit bis zu 43 mm Durchmesser durchtrennen.
Ein Pedalschneider wird - wie der Name schon sagt - vorrangig zum Schneiden von Pedalen verwendet. Aufgrund seiner geringen Abmessungen und da er Spannungsfrei schneidet, ist er hierfür bestens geeignet.
Da im Gegensatz zum normalen Schneidgerät nur eine Klinge beweglich ist, wird mit dem Pedalschneider ein Spannungsfreies Schneiden ermöglicht.
Der Pedalschneider S 50 - 14 wiegt 4,3 kg, hat eine maximale Öffnungsweite von 50 mm, eine maximale Schneidkraft von 14 t und kann Rundmaterial mit bis zu 20 mm Durchmesser durchtrennen.
Rettungszylinder sind die Verlängerung des Spreizers und werden eingesetzt, wenn die Öffnungsweite des Spreizers nicht mehr ausreicht, jedoch ein größerer Spreizweg erforderlich ist. Sehr häufig geschieht dies beispielsweise um den vorderen Teil eines verunfallten PKWs wegzudrücken. Hierzu wird der Schweller auf Höhe der A-Säule eingeschnitten und der Rettungszylinder zwischen A-Säule und B-Säule diagonal angesetzt.
Die Rettungszylinder der Feuerwehr Gallun können je nach Ausführung Öffnungen von 540 mm auf bis zu 1502 mm vergrößern, in diesem Bereich wirken Kräfte von bis zu 270 kN. Durch die Teleskopierung erreichen Rettungszylinder bei kompakter Abmessung und kleiner Anfangslänge maximale Öffnungsweiten. In Verbindung mit einem Schwelleraufsatz, kann der Rettungszylinder optimal und achsengerecht angesetzt werden. Die B-Säule ist dadurch ausreichend geschützt und ein Durchbrechen des Zylinders wird so verhindert.
Der RZT2-1065 wiegt 16,1 kg und hat einen Arbeitsbereich von 540 bis 1065 mm. Die 1. Stufe hat hierbei eine Druckkraft von 170 kN, während die 2. Stufe eine Druckkraft von 89 kN aufweist.
Der RZT2-1500 wiegt 18,0 kg und hat einen Arbeitsbereich von 650 bis 1500 mm. Die 1. Stufe hat hierbei eine Druckkraft von 189,4 kN, während die 2. Stufe eine Druckkraft von 99 kN aufweist.
Der RZT2-1500 XL wiegt 20,9 kg und hat einen Arbeitsbereich von 650 bis 1502 mm. Die 1. Stufe hat hierbei eine Druckkraft von 269,4 kN, während die 2. Stufe eine Druckkraft von 129,5 kN aufweist.
Als Hebekissen bezeichnet man zwei an den Kanten verbundene (vulkanisierte) Gummi/Gewebe-Matten, die man mit Druckluft anblasen und sie so zum Heben von Lasten verwenden kann. Sie sind vielseitig einsetzbar, da sie mit großen Kräften enorme Massen anheben können.
Die Feuerwehr Gallun verfügt über einen Satz Hebekissensystem und einen Satz Super-Mini Hebekissen der Vetter GmbH, jeweils mit Zubehör. Zum Betrieb der Hebekissen kann wahlweise eine Druckluftflasche oder der fest im Rüstwagen verbaute Druckluftkompressor genutzt werden. Für Letzteren steht ein Pressluftschnellangriff mit 15 m Schlauch zu Verfügung. Alle Hebekissen der Feuerwehr Gallun haben einen Betriebsdruck von 8 bar und eine Einschubhöhe von 2,5 cm. Die weiteren Maße sowie die Hubkraft sind abhängig vom jeweiligen Typ.
Der Satz Hebekissen besteht aus zwei Hebekissen V24L (24 Tonnen Hubkraft), zwei Hebekissen V54 (54 Tonnen Hubkraft), Druckminderer, Doppelsteuerorgan (zur voneinander unabhängigen Steuerung zweier Hebekissen gleichzeitig), 2 Druckluftflaschen (6 L / 300 bar) und zwei 5 m Füllschläuchen (gelb und rot).
Der Satz Super-Mini Hebekissen besteht aus einem Super-Mini-Hebekissen V1 (1 Tonne Hubkraft), einem Super-Mini-Hebekissen V3 (3 Tonnen Hubkraft), einem Super-Mini-Hebekissen V6 (6 Tonnen Hubkraft), einer Füll- und Sicherheitsarmatur, einem 2-fach Füllverteiler, einer Druckluftflasche (1 L / 200 bar) und einem 5 m Füllschlauch (gelb).
Eine Umfüllpumpe (Umgangssprachlich oft Gefahrgutpumpe genannt) wird zum Pumpen besonderer und gefährlicher Stoffe verwendet. Hierbei kommen spezielle mineralölbeständige und elektrisch leitfähige Druck- / und Saugschläuche zum Einsatz.
Die Umfüllpumpe Mast TUP 3-1,5 CL kann für Mineralölprodukte und nichtaggressive Flüssigkeiten in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 und Zone 2 eingesetzt werden. Sie ist selbstansaugend bis 8,4 m, wartungsfrei, trockenlaufsicher und komplett ex-geschützt. Die Temperatur des Fördermediums darf hierbei maximal 40 ° C betragen. Die maximale Flüssigkeitsdichte liegt bei 1,1 kg/dm³. Es können Flüssigkeiten mit einem pH-Wert von 5 bis 8 gefördert werden.
Die Umfüllpumpe Mast TUP 3-1,5 CL wiegt 57 kg, die maximale Fördermenge beträgt 600 l/min bei 0,5 bar und der maximale Korndurchlass beträgt 4 mm.