Sonntag | 19.05.13 | 14:49 Uhr
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Ausrüstung / Geräte
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Die auf dieser Seite aufgelistete erweiterte Schutzausrüstung stellt lediglich die in unserer Wache vorhandene erweiterte Schutzausrüstung und deren übliche Kombination dar.
Die erweiterte Schutzausrüstung der Feuerwehr dient dazu, die Einsatzkräfte vor "besonderen" Gefahren zu schützen, vor denen die persönliche Schutzausrüstung nicht ausreichend – oder geringer - schützt.
In der Feuerwehr Gallun gibt es die folgende erweiterte Schutzausrüstung:
Hitzeschutzbekleidung dient dem Schutz vor extremer Hitzestrahlung. Sie wird zusätzlich zur und über der persönlichen Schutzausrüstung getragen. Die Form 1 bietet den "geringsten Schutz" und besteht aus einer Kopfschutzhaube mit Schulterschutz und goldbedampftem Sichtfenster, welche über dem Helm getragen wird. Außerdem gehört ein Paar gefütterter 5-Finger-Handschuhe mit langen Stulpen dazu.
Um bei ABC-Einsätzen vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren geschützt zu sein, benötigen die Einsatzkräfte eine entsprechende Schutzausrüstung. Für solche Einsätze verfügt die Feuerwehr Gallun über vier leichte Chemieschutzanzüge. Diese bestehen aus:
Für Einsätze bei denen eine Motorkettensäge zum Einsatz kommt, gibt es in der Feuerwehr Gallun eine Schnittschutzausrüstung. Diese besteht aus Beinlingen mit Schnittschutzeinlage und einem Forsthelm. Die Beinlinge haben eine Schicht aus lose verwebten, sehr langen, feinen, reißfesten Fäden. Bei Berührung zerschneidet die Kette der Kettensäge den Oberstoff und nimmt aus der Schutzschicht die Fäden auf, die sich dann um das Antriebsrad der Kettensäge wickeln und die Maschine in Sekundenbruchteilen blockieren. Einen hundertprozentigen Schutz können natürlich auch Schnittschutzhosen nicht bieten, selbst bei einem glücklich verlaufenen Schnittschutz ist mit leichten Verletzungen zu rechnen.
Die Beinlinge sind "offen" und werden über die Einsatzhose gelegt. Sie werden mittels Klettverschlüssen fixiert. Der Forsthelm ist mit einem Visier aus Drahtgewebe versehen. Ferner ist am Forsthelm ein Gehörschutz angebracht, um den Träger vor dem Lärm der Motorsäge zu schützen.
Außerdem gehören Schnittschutzschuhe zu dieser Schutzausrüstung, sie gehören jedoch zur persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte. Zum Bedienen einer Motorkettensäge ist eine entsprechende Ausbildung vorgeschrieben. Nach einem erfolgreichen Abschluss dieser, erhält die entsprechende Einsatzkraft ein Paar Schnittschutzschuhe. Diese weisen die gleichen Eigenschaften wie die "normalen" Feuerwehrschutzschuhe auf, bieten jedoch zusätzlich einen Schnittschutz.
Die Wathose wird eingesetzt um in flachen Gewässern oder überfluteten Bereichen arbeiten zu können. Die Wathose besteht aus einem wasserundurchlässigen Stoff, der den Körper bis zur Brust vor Wasser schützt. An den Beinen ist die Wathose fest und wasserdicht mit den Gummistiefeln verschweißt.
Übrigens: die weit verbreitete Meinung, dass sich die Wathose mit Wasser füllen und so den Träger unter Wasser ziehen könne, ist falsch. Dies ist physikalisch nicht möglich, da das Wasser in der Wathose keine größere Dichte als das Wasser im Gewässer hat. Fakt ist: der Träger würde nass werden, dass mag unangenehm sein, aber nicht lebensgefährlich.